Ein 25-jähriger Freerider löste in der sogenannten „Zehnerkarrinne“ am Samstag, 6. Februar, ein Schneebrett aus.
Der Mann aus Niederösterreich war trotz hoher Lawinengefahr Samstagmittag in diesem steilen und felsigen Gelände unterwegs.
Der Variantenfahrer stürzte dabei über eine 30 Meter hohe Felswand und rutschte weiter über den 30 Grad steilen Nordhang ca. 200 Meter talwärts.
Dort kam er schwerverletzt an der Oberfläche der Lawine zu liegen.
Ein 26 jährige Begleiter, welcher den Lawinenabgang beobachten konnte, fuhr mit seinem Snowboard zum Unfallort und leistete Erste Hilfe.
13 Mitgliedern der Bergrettung Obertauern halfen bei der Bergung und übergaben den Mann an den Notarzt.
"Der Variantenfahrer war zwar mit Lawinenairbag ausgerüstet, allerdings konnte er ihn nicht auslösen", so der Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern, Christian Binggl. "Er dürfte großes Glück haben, dass nicht mehr passiert ist. Wahrscheinlich ist er mit Rippenfrakturen gimpflich davon gekommen".
Das Schneebrett hatte ein Ausmaß von 50 Meter Breite und 200 Meter Länge.
Bergung aus Zehnerkarrinne
Bereits am 4. Februar ist es ebenfalls in der Zehnerkarrinne zu einem Einsatz der Bergrettung Obertauern gekommen:
Um etwa 13.30 Uhr fuhr ein 20-jähriger slowakischer Staatsangehöriger mit den Alpinskiern von der Bergstation Zehnerkarbahn in Obertauern talwärts.
Er wollte er in die Zehnerkarrinne einfahren, übersah dabei allerdings die Einfahrt in die Rinne und geriet in steiles, felsdurchsetztes Gelände. Oberhalb eines Felsabbruchs konnte der Mann schließlich nicht mehr weiter abfahren.
Auch ein Aufstieg war ihm aufgrund des Geländes nicht mehr möglich. Deshalb alarmierte er mit seinem Handy die Bergrettung Obertauern.
Der Slowake wurde vom Hubschrauber Alpin 6 mittels Seilbergung (50 m Seil) aus der alpinen Notlage befreit.
















