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05.02.2010 - 
Lawinenunglück Werfenweng: Zwei tote Snowboarder

Zwei oberösterreichische Snowboarder konnten von der Bergrettung am Donnerstagabend nur mehr tot gefunden werden.

Lawinenkegel und Einsatzteam (Foto: Maria Riedler/Bergrettung Bischofshofen)

Bereits am Donnerstagnachmittag, 4. Februar, gab es in Werfenweng eine Lawinenalarmierung für die Mitglieder der Bergrettung Werfen und der Lawinenhundestaffel: Ein Engländer hatte einen Lawinenabgang in der sogenannten „Leiweinrinne“ gemeldet. Doch hier folgte schnell ein Einsatzstorno, da es sich um einen kleinen, älteren Abgang handelte.

Doch gegen 18 Uhr meldete ein oberösterreichischer Snowboarder zwei seiner Freunde der Polizei als vermisst. Die drei Snowboarder hatten sich bereits gegen 13 Uhr im Bereich der Bergstation der Bischlinghöhe/Skigebiet Werfenweng getrennt. Zwei der drei Oberösterreicher fuhren von der Bergstation eine äußerst riskante Tiefschneeroute quer durch das Waldgelände ab, während der dritte die Pistenabfahrt wählte.
Nachdem die beiden bis zum Abend nicht mehr auftauchten, erstattete dieser eine Vermisstenmeldung.
Etwa 50 Mitglieder von Alpinpolizei, Bergretter/innen aus Werfen und Bischofshofen, die Mitglieder der Lawinenhundestaffel und Pistenbedienstete der Bergbahnen begannen ab 19 Uhr mit einer großangelegten Suchaktion.

Viele größere und kleinere Lawinenabgänge im Gelände
Dabei suchten mehrere Teams aus Hundeführern und Bergrettern verschiedenste Lawinenabgänge im Bereich des Steilhangs und ab der Strußingalm entlang des Forstweges ab.
Auch ein Hubschrauber der Polizei war mittels Wärmebildkamera unterwegs.
Im Bereich der „Kreuzstockrinne“ konnte von einem Team aus Pistengerätfahrern der Bergbahnen, Bergrettern und Hundeführern ein größerer Lawinenabgang im sehr steilen Gelände entdeckt werden.
Nach einer sehr kurzen Suche mit zwei Lawinenhunden wurden die beiden Verschütteten vom Einsatzteam schnell entdeckt. Die beiden Snowboarder waren zur Gänze, nicht sehr tief, etwa 30 cm im Lawinenkegel verschüttet. 

Die beiden Leichen wurden geborgen und anschließend zu Tal gebracht, gegen 21:44 Uhr wurde Einsatzende gegeben.

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