Kleinarl: Suchaktion nach vermisster Urlauberin, tot aufgefunden

21.03.25 Einsätze

Die 76-jährige Frau wollte am Donnerstag im Skigebiet zu Fuß absteigen, doch im Tal ist sie nicht angekommen.

Die Touristin war mit der Gondelbahn auf den Berg gefahren und traf sich noch mit Familienmitgliedern in einem Berggasthof, wo sie zusammen gegessen hatten. Während die anderen in dem Skigebiet auf ihren Skiern abfuhren, stieg die Asiatin zu Fuß ab. „Ein Angehöriger hat sie noch über eine Piste begleitet“, schildert der Bezirksleiter der Pongauer Bergrettung, Gerhard Kremser.  Dann verlor sich die Spur der Frau. Sie wurde offenbar am Nachmittag noch von einem Forstarbeiter gesehen. 

Nachdem die Familie die Frau als vermisst gemeldet hatte, machten sich Bergretter der Ortsstellen Kleinarl und Wagrain am späteren Donnerstagnachmittag auf die Suche nach der Vermissten. Doch sie konnte nicht gefunden werden. 

Großangelegte Suchaktion 

Am Freitag in der Früh wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Zahlreiche Mitglieder der Ortsstellen Kleinarl, Wagrain, Altenmarkt, Flachau und St. Johann im Pongau samt Suchhundeteams rückten aus. Der Einsatz wurde auch vom Team des Polizeihubschraubers Libelle, der Alpinpolizei, der Freiwilligen Feuerwehr mit Drohne und dem Roten Kreuz unterstützt. 

Frau lag leblos in einem Graben auf 1.600 Meter Seehöhe 

Die Vermisste konnte am Freitagvormittag von Bergrettern in einem Graben in einem abgelegenen Gebiet auf rund 1.600 Meter Seehöhe in der Nähe eines Waldes gefunden werden. „Sie haben Spuren im Schnee gesehen und sind diesen Spuren nachgegangen“, sagte Kremser. Die Frau dürfte sich verirrt haben und an Erschöpfung gestorben sein. Einsatzkräfte der Bergretter bargen die Tote aus dem Graben. Die weitere Bergung wurde vom Team des Polizeihubschraubers Libelle durchgeführt. „Wir bedanken uns auch bei der Alpinpolizei für die gute Zusammenarbeit.“ 

Insgesamt 67 Einsatzkräfte der Bergrettung inklusive Peers und Bergrettungshundeteams beteiligten sich an der Suchaktion. 

Fotos: Salzburger Bergrettung